Manchmal hört man schon verrückte Dinge, die man gar nicht glauben mag (vgl. den “Stella-Liebeck Award”). Komisch, aber irgendwie werden diese ganzen Gerichtsurteile in den USA gefällt. Ich kenne mich zwar mit der Juristerei nicht so gut aus, aber einen gesunden Menschenverstand besitze ich – auch wenn das Steffen manchmal bezweifelt
– um sagen zu können, dass derartige Urteile ziemlich abstrus sind (vgl. auch verschiedene HomePages, die diese Urteile unter Rubriken wie “Humor”, “Die verrücktesten Gerichtsurteile der Welt”, “Lustige Texte” oder “Witziges” wiedergeben).
Tja, und nun ist – meiner Meinung nach – ein neues, “Stella-Liebeck Award”-würdiges Urteil hinzugekommen: Da müssen Waffenhersteller und Waffenhändler Entschädigungen (um die 2,5 Mio. US-$) an die Opfer und Hinterbliebenen eines Gewaltverbrechers (hier: “der Sniper”) zahlen. Ich kann ja verstehen, dass ein derartiges Verbrechen tiefe körperliche und seelische Wunden zurücklässt und man als Opfer/Hinterbliebener dafür als Geste der Wiedergutmachung eine Entschädigung fordert. Jedoch verstehe ich nicht, wieso Waffenhersteller und Waffenhändler diese erbringen müssen. Gut, dem Waffenhändler kann ein Fehler unterlaufen sein, indem er die Waffe ohne vorherige ausreichende Prüfung an den späteren Mörder aushändigte. Aber der Hersteller? Ich dachte, Waffen werden zum Töten produziert. Oder müssen demnächst auch die Automobilhersteller mit Entschädigungs-Klagen rechnen, weil Personen bei einem Auto-Unfall ums Leben kamen?! Oder wird man in Kürze auf dem Lauf eines Gewehres lesen können: “Vorsicht, diese Waffe kann Lebewesen schädigen und töten!”?
Ich habe mir einmal Gedanken darüber gemacht, warum in den USA diese für uns Europäer verrückt anmutenden Gerichtsurteile möglich sind: Erstens werden in den USA meistens Schwurgerichte (engl. jury courts) eingesetzt (sieht man auch immer in den amerikanische Filmen). Diese Juroren sind massgeblich am Urteil beteiligt und überlegen sich wohl in etwa: “Wenn ich später in eine ähnliche Situation wie der Kläger kommen sollte, dann hätte ich auch gerne eine Entschädigung…”. Ausserdem verdienen die Anwälte der Kläger entsprechend der zu zahlenden Entschädigung mit, warum die Entschädigungsforderungen und -zahlungen im Vergleich zum in Deutschland üblichen Mass utopische Ausmasse erreichen. Ich möchte die Juroren oder Anwälte hier nicht mies machen oder mich sonst wie über ihre Arbeitsweise brüskieren. Sie lösen ihre Aufgaben bestimmt nach bestem Wissen und Gewissen. Aber ich komme nicht umhin zu denken, dass es bei einigen EntschädigungsFORDERUNGEN wirklich und einzig nur ums Geld geht. Und das ist schade.





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emerentia schrieb:Nach “Der pure Wahnsinn – Teil I” und “D [...]
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Zuletzt kommentiert:Der pure Wahnsinn – Teil 2
Die verrücktesten Klagen aus den USA…
Amerika gilt ja allgemein als das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, bekanntlich auch für die irrwitzigsten Klagen. Alljährlich werden für die verrücktesten Klagen in den USA die “True Stella Awards……
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