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Lautsprache – Nachtrag

Am 14. Juli 2004 wurde durch das Münchner Verwaltungsgericht das Prüfungsergebnis und somit auch das Zeugnis einer Grundschülerin derart verbessert, dass ihr damit der Zugang zum Gymnasium ermöglicht wurde. Darüber wurde schon berichtet (siehe Lautsprache). Neu ist, dass dieses Urteil auf Drängen der Landesanwaltschaft vom 7. Senat des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs (VGH) nun revidiert wurde:

Laut einem Artikel der Süddeutschen Zeitung (SZ) vom 10. September 2004 hat der VGH kurz vor Beginn des neuen Schuljahres die Entscheidung der Lehrerin bestätigt und der Schülerin eine bedingte Eignung für die Realschule und eine Eignung für die Hauptschule bescheinigt. Die von der Lehrerin gestellten Prüfungsfragen waren weder widersprüchlich noch unklar gewesen und daher war eine

„Eliminierung diverser Fragen durch das Gericht […] rechtswidrig (Aktenzeichen: 7 CE 04.2433). Unter dem Strich zerpflückte der Senat den Beschluss der Münchner Verwaltungsrichter fast ebenso akribisch, wie diese zuvor die Prüfungsarbeit zerpflückt hatten.“(SZ, 10.9.2004)

Somit gibt es doch noch Richter mit Verstand und Gerechtigkeit auf Erden. Auch müssen sich die Lehrerinnen und Lehrer nicht länger vor der Korrektur wegweisender Arbeiten fürchten. Ich denke – bis auf die Eltern ihrer ach so gescheiten Tochter – kann und sollte jeder Schüler, Lehrer und Elternteil mit diesem Urteil leben können; besonders da dieses Urteil dem gesunden Menschenverstand recht nahe kommt…

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