Auf Whitespace hat Paul Scrivens einen Artikel mit dem Titel Independent Thought veröffentlicht, der zum Denken anregt (bzw. anregen kann).
Es ist schon erstaunlich. Das Web könnte ein riesiger Speicher von Information sein. Information und Wissen, das ständig erweitert wird.
Mir scheint das aber leider nur bedingt so zu sein. Meistens sind die Inhalte, die im Internet gefunden werden können, wiedergekautes Wissen. Nichts originelles. Nichts verbessertes. FAQs und FGAs. Ich sage nicht, dass es das nicht auch geben muss. Aber nicht in diesem Ausmaß.
Das ständige Wiederholen würde sich erübrigen, wenn man im Internet leichter finden würde, was man sucht. Aber das ist ein Nebenaspekt – zwar interessant, aber jetzt nicht Thema der Diskussion.
Ein weiterer Nicht-punkt der Diskussion ist die Tatsache, dass viel Information unzugänglich ist. Manchmal sind informative Seite so schlecht gemacht, dass man sie nicht benutzen kann. Oder, um den Kreis zur Suche im letzten Absatz zu schließen, von Suchmaschinen nicht indiziert und daher nicht gefunden werden können. Damit Information lebt und fließen kann muss sie aber auch gefunden werden können.
Herrn Scrivens Artikel zielt hauptsächlich auf Kommentare zu Weblog-Einträgen ‘anderer Leute’ – Die Hölle, das sind die anderen.
– die nichtssagend sind.
Kommentare, die eine Meinung vertreten ohne sie zu begründen – oft kann das der Autor gar nicht – sind schlicht nicht das Lesen wert. Das merkt man aber immer erst hinterher.
Mir kommt es manchmal so vor, als ob die Idee der Redefreiheit (bzw. Meinungsfreiheit) – ein wichtiges demokratisches Gut – von vielen Menschen oft dahingehend ausgelegt wird, dass man sagen kann, was man will, ohne es begründen zu müssen. Unreflektierte, unverstandene Meinungsweitergabe sozusagen. Das ist meine Meinung, und die darf ich sagen.
Inhaltsleere.
Nele Abels in Todesverachtung und Gewalt im “Hagakure”Man darf jede Meinung haben, aber nicht jede Meinung ist aus rationaler Sicht gleich viel wert – unbegründete Meinungen am allerwenigsten. Sich einzubilden, daß Erkenntnis auf unbegründeten Meinungen beruhen kann, ist in der Tat eine Farce.
Ich möchte hier jedoch feststellen, dass reflektierte Meinung selbstverständlich mittelungswürdig ist. Ich stimme sogar mir Voltaire überein, wenn er sagt:
Voltaire -interessante QuellensucheI disagree with everything you say, but I would fight to the death for your right to say it.
Kleine Beispiele solch unreflektierter, ja unreflektierbarer Meinungen finden sich im Gästebuch zu gungfu.de. Ich möchte besonders auf den kurzen Zeitraum zwischen 3.8.2004 und 20.8.2004 hinweisen. Was bringen Aussagen wie die von Luzia, Josef und Manfred an Wissensgewinn, ausser, dass sie meine Seite nicht mögen. Nichts. Absolute Inhaltsleere. Ich kenne jetzt ihre Meinung – oder vielmehr ihre Haltung – aber ich weiss nicht Warum?
. Und die Meinung anderer Leute ohne das Warum ist wenig informativ.
Die Anonymität des Internets macht solche Haltungen natürlich schwer anfecht- und diskutierbar. Die Autoren solcher Beiträge entziehen sich der Diskussion.
I had a clue. I didn’t like it. I took it back and exchanged it for an attitude.
Diskussion ist jedoch wichtig. Ich sehe Diskussion als ein wichtiges Mittel zur Wissenserweiterung. Solche Leute nehmen mir diese Chance. Belasten mich nur.
Mit der DenkZEIT habe ich noch Glück: Die wenigen Kommentare, die gemacht werden, sind inhaltlich meist sehr interessant und aufschlussreich. Danke dafür!
Also, bitte weiterhin keine Kommentare wie Dem stimme ich zu!
, Quatsch!
. Sondern sowas wie Ich stimme zu, weil…
. Oder Kommentare, die tatsächlich etwas zum Wissensgewinn beitragen.
Ich bitte also um konstruktive Beiträge und informative Seiten. Qualität. Nochmals danke.





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Meinungen sind wie …
Steffen von Denkzeit beschwert sich über Pseudo-Meinungen vieler Netizens (Inhaltsleere im Datendschungel). Er stellt fest, dass – mit einfachen Ghetto-Worten – die meisten labern ohne was zu gepeilt zu haben und dadurch nix zur Sache beitragen.
Eri…
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