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Von der Raupe zum Schmetterling

Im letzten Kapitel von Tools for Thought wird die Entwicklung des Computers bzw. die Ähnlichkeit von jetzigen Computersystemen mit zukünftigen Systemen mit der Transformation von Raupen zu Schmetterlingen verglichen.

Wie wird eigentlich aus einer Raupe ein Schmetterling?

Seltsam, diese Frage habe ich mir konkret nie gestellt. Zumindest ist mir nicht bewusst, dass ich schonmal die Antwort auf diese Frage gehört hätte.

Aber wenn man es sich recht überlegt, müsste da doch etwas höchst erstaunliches vorgehen. Der Schmetterling hat ja nur noch recht wenig mit der Raupe gemein, aus der er sich entwickelt hat.

Und tatsächlich ist die Metamorphose fast vollständig.

Die in TfT erwähnten imaginal cells waren ein erster Ansatzpunkt für meine Recherche im Netz. Imaginal – das klingt nach image – Bild. Stimmt aber nicht. Imaginal wird nach imago gebildet. Und das bezeichnet das ausgewachsene Insekt.

Imaginal cells haben also was mit dem ausgewachsenen Insekt, dem Schmetterling zu tun. Es sind die Zellen, aus denen der Schmetterling geformt wird. Sozusagen. The collective intelligence of the imaginal cells weiss mehr dazu zu sagen. Wenn’s auch ein wenig esoterisch rüberkommt. In einer Antwort auf diesen Blogeintrag mit dem Titel Hello, again, George – it has been a long time fällt noch ein in diesem Zusammenhang wichtiger Begriff: Imaginal buds – Knospen, aus denen das erwachsene Insekt sich entwickelt.

Google spuckt für imaginal buds u.a. die Seite Butterflies: Part 1 – Introduction aus. Endlich eine biologische, nicht esoterische, Erklärung des Begriffs.

Was sind nun imaginal buds?

Es ist anscheinend so, dass schon in der Raupe – dem Larvenstadium des Schmetterlings – zwei Zelltypen vorhanden sind. Auf der einen Seite sind das die ‚Raupenzellen‘. Auf der anderen die ‚Schmetterlingszellen‘.

Diese Schmetterlingszellen bilden Haufen, sind jedoch nicht aktiv. Zum Zeitpunkt der Verpuppung tritt die Aktivität der Schmetterlingszellen in den Vordergrund. Es sind diese Knospen, in denen sich die Organe des späteren Schmetterlings bilden. Im Puppenstadium nun ‚brechen‘ diese Knospen auf. Dies wird durch den Zerfall von Zellgewebe der Raupe begünstigt. Die Schmetterlingsorgane entwickeln sich verstärkt. Im Puppenstadium sind die Bestandteile der Raupe stark verflüssigt und werden für die Weiterbildung der Schmetterlingsorgane verwendet.

So wird aus der Raupe der Schmetterling.

{ 2 } Trackbacks

  1. […] teffen @ 10:35

    –>

    In einigen meiner letzten Einträge habe ich schon Ideen aus diesem Buch von Edward Tufte au […]

  2. […] Schon bald kann das Immunsystem der Puppe sie nicht mehr schnell genug zerstören. Mehr und mehr dieser Zellen überleben. […]

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