Der kurze Artikel Naked programming on naked street weckte mein Interesse. Einfach so. Via Sean McGrath, CTO, Propylon. Dort die Kommentare beachten!
It turns out the phrase ‘naked street’ is the term for Indian style traffic management and it is being trialled in various European countries at the moment.
Das also zum Begriff ‘nackte Straßen’. Dann wird diese Idee in den Bereich der Softwareenticklung übertragen:
Obvious answer: Put in place rules and regulations so that attempts to do that sort of thing will be stopped before the program even runs. Put as much stuff as you can think of in place to control what data goes where, how it is structured etc. In the trade this is called “static typing”.
Less obvious answer: Strip out all the controls. Let bits of programs mingle as they like and let it all just sort of work itself out on the fly. In the trade, this is called “dynamic typing”.
Programmieren mit einer dynamischen Sprache ist also nacktes Programmieren. Hätte nicht gedacht, dass ich nochmal unter die Nudisten gehe…
Java ist hier auf der anderen Seite des Spektrums. Java verbietet so viel (bietet nichtmal die Möglichkeit), dass man sagen könnte, Java ist Programmieren in Ritterrüstung.
Bis jetzt muss mir aber noch jemand eine IDE für (z.B.) Python zeigen, in der man so komfortabel Hacken kann wie mit Eclipse. Code Completion und all dieser Firlefanz, der bei statischen Sprachen leicht unterstützt werden kann, ist wohl auch mit einer dynamischen Sprache, die ja ach so agil sind, nicht schlagbar. Ich kann mir zur Zeit wirklich noch nicht vorstellen, wie man in einer dynamischen Sprache große Softwareprojekte erstellen und komfortabel warten kann…
Das erinnert mich an den sehr interessanten Eintrag The IDE Divide bei Oliver Steele. Grob gesagt geht es um eine Eigenschaft, die Softwareentwickler in zwei Lager trennt: Es gibt Hacker, die die Sprache beherrschen und dadurch produktiv sind. Auf der anderen Seite gibt es Hacker, die produktiv sind, weil sie ein Tool (eine IDE) beherrschen. Gleichzeitig geht es darum, ob man ‘on the edge’ in Sachen Sprachentwicklung ist, oder wartet, bis Tools vorhanden sind, die das Entwickeln in der Sprache unterstützen und vereinfachen. Wie gesagt, ein interessanter Eintrag.
Also: naked on the edge…
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