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Arete, die Suche nach Vortrefflichkeit

arete

Obwohl ich während meiner Schulzeit in den Genuß einer humanistischen Ausbildung und somit der altgriechischen Sprache gekommen bin, ist mir der Begriff der Arete nie sonderlich aufgefallen. Wenn man die Schulbank drückt ist man wohl eher mit dem Übersetzen der alten Texte als mit dem Vertrautmachen mit Hintergrundwissen beschäftigt. Zumindest war das bei mir damals so. Leider.

Nun ja, gestern, bei der Lektüre des ScienceFiction-Epos Ilium von Dan Simmons ist der Begriff mir aufgefallen. In dem gut 700 Seiten fassenden, die Ilias, Helden, Götter, Quantentunneling und das Ende der Menschheit umfassenden Roman lässt der Autor eine Figur, die Odysseus ist (oder so), folgendes sagen:

„Arete is simply excellence and the striving for excellence in all things,“ said Odysseus. „Arete simply means the act of offering all actions as a sort of sacrament to excellence, of devoting one’s life to finding excellence, identifying it when it offers itself, and achieving it in your own life.“

Puh. Was für ein Ziel.

Und dann ist es mir aufgefallen. Arete ist die griechische Version des chinesischen gungfu (oder vice versa):

It [gungfu] refers to excellence achieved through long practice in any endeavor.

Ich glaube, dass es ein gutes Lebensmotto ist, wenn man sich vornimmt alles mit Arete, mit GungFu zu machen.

Ein Weg dazu ist vielleicht Shugyo. Darüber aber bei einer anderen Gelegenheit.

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