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Der Club der Versager: Gymnasiallehrer

Wie oft habe ich schon den Ausspruch von angehenden Studenten gehört, dass sie erstmal das Studium der [Lieblingsfach in der Schule hier einsetzen] probieren wollen, vielleicht bis zum Abschluß und falls es dann nicht mit dem Job hinhaut, immer noch als Alternative der Beruf Gymnasiallehrer offen steht.

Beispielsweise der Musiker, der Mathematiker, der Germanist oder der Leichtathlet.

Man könnte den Eindruck gewinnen, die Gymnasien sind voll von „Versagern in einem ersten Versuch“.

Anders bei den Grundschulfuzzies. Die entscheiden sich meist bewußt für das Kleinemenschenpositivformen. Ihr Studium gibt schließlich nicht mehr her, denn die vertieften Fächer werden nicht bis zum Diplom oder Magister studiert.

Falls die Sache mit der Grundschule dann nicht hinhaut – und die Regierung hat einiges an Hürden aufgefahren – muss etwas anderes gesucht werden.

Die bewusste Entscheidung, kein bloßes Alternativenausnutzen – so sollte es, meiner Meinung nach, sein.

{ 6 } Comments

  1. Markus | 2006/11/10 at 10:46 | Permalink

    so hart provozierende und pauschalisierende Töne kannte ich ja von dir noch garnicht. interessant 😉

  2. Steffen | 2006/11/16 at 10:17 | Permalink

    Ich habe inzwischen gelernt die Dinge – zumindest die, mit denen ich mich nicht näher beschäftigen möchte – nicht bis ins Detail, sondern nur oberflächlich zu betrachten.

    Außerdem macht Pauschalisieren das Leben leichter und Provozieren Spaß! 😉

  3. Klaus | 2007/10/3 at 09:14 | Permalink

    Mein Rat an Dich: Die Bild-Zeitung! Bietet viele Schubladen für ein einfaches und glückliches Leben.

  4. Steffen | 2007/10/3 at 10:23 | Permalink

    Klaus, lass mich dir auch einen Rat geben: Leg dir einen Ironiedetektor zu. Und, wenn du schon im Fachgeschäft bist: Kauf dir auch gleich noch einen „Nichtnuroberflächlichleser“.

    Toll, was man sich für Geld heutzutage alles kaufen kann.

  5. Emerentia | 2007/10/4 at 11:02 | Permalink

    Ich würde mich als studierter Gymnasiallehrer für Mathe oder Physik ja sowas von in den Boden ärgern.. die Didaktik-Ausbildung, das Referendariat, und die unzähligen Stunden in der Unibib, nur um später als Lehrer an einem Gymnasium anzufangen. Und dann das: Die Bayerische Staatsregierung wirbt u.a. bei Diplominformatikern mit Nebenfach Mathe oder Physik an der Uni darum, sich als Gymnasialleher zu verdingen. Ohne Didaktik- oder Pädagogik-Gequatsche. Ohne nervenaufreibendem Referendariat. Ohne „Lehrerausbildung“. Als Aushilfe, aufgrund von Lehrermangel bzw. dem Mangel, Lehrer fest einzustellen.
    Also ich würde mich ja dermaßen ärgern…

  6. Steffen | 2007/10/4 at 09:34 | Permalink

    Eine gute Verwandte von mir meint, dass man bei Gymnasiallehrern eigentlich nicht von einer pädagogischen Ausbildung reden sollte. Und ich stimme ihr da aus eigener Erfahrung – Ich war auch auf einer solchen Schule – zu. Vor diesem Hintergrund war auch der ursprüngliche Text zu sehen.

    Noch was: Es ist nicht Lehrermangel das Problem, sondern Gehirnmangel seitens derer, die trotz umfangreicher statistischer Daten (Geburtenzahlen, Schulamtskennzahlen, etc.) sowas von unfähig sind, die Ausbildung von Lehrern optimiert zu steuern.

    Im Grund können die Vollidioten vom Amt auf 10 Jahre im Voraus voraussehen, dass evtl. unter Berücksichtigung der aktuellen Trends wahrscheinlich ein so-und-so großer Andrang auf’s Gymnasium auftreten wird und dort Lehrer mit dieser-und-jener Fachrichtung Mangelware sind. Schätzen, so ungefähr. Nix Kopf in Sand und Hände unter Oberschenkel stecken.
    Ich finde, da könnte man lenkend eingreifen. Wenn nicht in der Lehrerausbildung, wo so vieles in staatlicher Hand ist, wo denn dann?

    Übrigens komme ich soeben vom quer-Gucken, wo mich – auch – der Beitrag „Behörden treiben Main-Fähren in den Untergang“ auf 135 gebracht hat…

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