Skip to content

Astronomische Maßstäbe

Um sich und seinen Platz im Universum wiedermal ins rechte Licht (oder vielmehr Schatten) zu rücken, kann man sich den relative star & planet size movie zu Gemüte führen, oder versuchen sich mit All (known) Bodies in the Solar System Larger than 200 Miles in Diameter den kompletten Umfang Jupiters vor Augen zu führen.

An dem (erstgenannten) Clip finde ich ziemlich erschreckend, dass immer, wenn man denkt, dass es nicht mehr größer geht, sich von links ein neuer Gigant ins Bild schleicht. Ehrfurchtgebietend…

Den Powers of 10-Film dürfte jeder kennen. Dazu gibt’s auch eine Seite: powersof10.com.

Happy Humbling!

{ 7 } Comments

  1. Emerentia | 2007/4/2 at 11:45 | Permalink

    Ja, das ist in der Tat beeindruckend, wie stark die Exponentialfunktionen wachsen… Andererseits, wenn man sich einen aktuellen 64-Bit Rechner vorstellt, der 2^64 = 18446744073709551616 Bit adressieren kann. Und wenn man dann noch weiß, dass nun ein Bit gesetzt (= 1) oder nicht gesetzt (= 0) sein kann, dann kann ein einzelner 64-Bit Rechner theoretisch 2^(2^64) verschiedene Zustände erreichen. Theoretisch deshalb, da es selbst bei einer Zustandsänderung von nur 1 Nanosekunde (= 10^-9s) Dauer immer noch die unvorstellbar lange Zeit von 2^18446744074 Sekunden dauern würde, bis dieser Rechner alle Speicherzustände einmal durchlaufen hätte. Daher kann man solche Maschinen auch nicht auf Korrektheit durch Testen überprüfen. Und nun steht da „nur“ eine 2 in der Basis und keine 10…

    P.S.: Kann es sein, dass der „Powers of 10“-Film kaputt ist? Bei mir kam er zweimal hintereinander als ein Film…

  2. J | 2007/4/4 at 05:51 | Permalink

    Bei nikon gibt es auch noch einen schönen Beitrag zu Maßstäben:

    http://www.nikon.co.jp/main/eng/feelnikon/discovery/universcale/index.htm

  3. Steffen | 2007/4/5 at 08:59 | Permalink

    @Emerentia: 64 bit reichen zur Adressierung also aus? Da bin ich ja beruhigt.
    Naja, es sei denn vielleicht Quantenzustände kommen ins Spiel.

    Bei mir lief der Film auch zweimal – ob das ein Defekt oder Absicht ist, kann ich nicht sagen…

    @Jörg: Vielen Dank. Was Nettes zum Rumspielen. Im Text für +-0m steht, dass der Meter ein international einheitliches Maß ist, das sich auf die Erde bezieht – wie auch immer, die technischen Gesichtspunkte kommen mMn etwas kurz – das ist interessant.
    Oh, Wikipedia schreibt da etwas anders:

    Der Meter ist definiert als die Strecke, die das Licht im Vakuum in einer Zeit von 1 / 299.792.458 Sekunden zurücklegt. Zur Umstellung von der Länge eines standardisierten Messstabes auf die zeitbasierte Definition kam es, seit Zeiten genauer als Längen messbar sind.

    Sehr interessant, dass man Zeit so genau messen kann…

    Ach und dann kommt da noch:

    Im Jahr 1793 wurde das Meter dann als der 10-millionste Teil des Erdquadranten auf dem Meridian von Paris festgelegt – also auf den zehnmillionsten Teil der Entfernung vom Pol zum Äquator – was auf immerhin 0,02 % genau gelang.

    Nikon hat also doch Recht… 😉

  4. Emerentia | 2007/4/5 at 10:40 | Permalink

    Naja, eigentlich reichen 64Bit momentan noch aus. Du musst ja auch bedenken, dass ein 64Bitter eine 64Bit lange Zahl „in einem Rutsch“ addieren kann, wogegen ein 32Bitter sein Addierwerk zweimal hintereinander anschmeißen und sich dabei Summe und Übertrag des ersten Durchlaufs merken muss. Auch sind die Register des 64Bitter – klar – 64Bit breit, es passt also zweimal soviel Info rein wie in ein 32Bit-Register. Daher wird es mit Sicherheit in 5-10 Jahren auch 128Bit Rechner geben. Allerdings heißt eine höhere Bitzahl auch mehr Aufwand, sprich das Addierwerk braucht mehr Gatter und die Verdrahtung wird komplexer. Außerdem sind die beiden Systeme nicht mehr so kompatibel zueinander wie z.B. die ganzen x86 von Intel untereinander (286, 386, 486, Pentium, …).

    Nur rückt eben die Beweisbarkeit durch Ausprobieren ALLER möglicher Zustände solch komplexer Schaltungen in unendliche Ferne… (womit wir uns wieder einmal der Grenze unserer Vorstellungskraft nähern)

  5. Emerentia | 2007/4/5 at 04:00 | Permalink

    @Steffen: Dieser Artikel http://news.bbc.co.uk/2/hi/science/nature/3486160.stm zeigt, wie kurz/genau man die Zeit messen kann… ich sag nur 100 Attosekunden…

  6. Markus | 2007/4/5 at 10:43 | Permalink

    ich habe gerade eine Bildersammlung gefunden, die ich irgendwie zum Thema passend halte

  7. Steffen | 2007/4/17 at 09:51 | Permalink

    Deine Bildersammlung erinnert mich an die Fotomontagen von Andreas Gursky.
    Wenn ich mich nicht täusche, läuft da zur Zeit noch eine Ausstellung in München…

{ 1 } Trackback

  1. […] zu Astronomische Maßstäbe gibt’s auch ein Data Powers of Ten. Related […]

Post a Comment

Your email is never published nor shared. Required fields are marked *