Letzte Woche habe ich IronPython auf meinem Arbeitsplatzrechner “installiert”, nachdem ich festgestellt habe, dass das gar nicht so schwer ist:
- Zunächst die aktuelle Version runterladen
- Das ZIP in einem Verzeichnis der Wahl entpacken.
- dieses Verzeichnis in den PATH aufnehmen
Jetzt kann man die IronPython-Konsole auf der Kommandozeile starten: ipy
Zusätzliche Nacharbeiten sind aber sinnvoll und erhöhen das Motorradfeeling ungemein:
- die interessanten Module aus /Tutorial nach /lib kopieren (z.B. das avalon-Modul für die Unterstützung von WPF (kann man auch in
wpf.pyumbenennen)) - in jedem Fall sollte man
site.pyanpassen, so dass sich die Bibliothek der CPython-Installation (das ‘normale’ Python) im Pfad befindet: - *
sys.path.append(r"pfad\zur\pythonlib") - Schließlich kann man sich noch eine
startipy.batin den Pfad stellen, dieipymit nützlichen Parametern startet: - *
@ipy.exe -D -X:TabCompletion -X:ColorfulConsole
Das alles ist auch in dem Screencast HOWTO Screencast: Install IronPython erklärt.
Nachdem das alles läuft, kann man sich IronPython in VisualStudio (ab 2005) integrieren: Integrating Iron Python with Visual Studio 2005. Dann kann man in VisualStudio Python-Skripte tippeln (mit eingeschränkter CodeCompletion), Python-Projekte anlegen, Debuggen. Nebenher kann man den Kollegen zeigen, wie schnell man eine WPF-Anwendung hochziehen kann und was für tolle Sachem man mit WPF machen kann – in Realtime.
Bislang habe ich IronPython noch nicht groß verwendet – Python zählt auch ganz klar nicht zu den Sprachen, die offiziell bei meinem Arbeitgeber eingesetzt werden.
Beim Experimentieren mit einer neuen Bibliothek kam IPy jedoch schon zum Einsatz. Tolle Sache: Ich habe die entsprechende Umgebung in Python aufgesetzt und konnte dann ohne unnötiges Drumherum direkt mit der Bibliothek interagieren. Das ist viel direkter und geht wesentlich schneller als ständig nach einer Änderung eine Assembly zu übersetzen, um dann in der Anwendung ihre Auswirkung zu begutachten.
Für’s Rumspielen sind die vielen WPF-Samples, die’s draußen so gibt (beispielsweise hier und dort, sehr interessant und vermitteln einen guten Eindruck, wie lebendig eine dynamische Sprach ist – im Vergleich zum Edit-Compile-Link-Run-Zyklus der meisten statischen Sprachen.




Post a Comment