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Baumhausbau zum Mitfiebern – Teil 4 – Alles unter einem Dach, aber noch nicht im Trocknen

Nachdem mich ein Gichtanfall jetzt um inzwischen zwei Wochen zurückgeworfen hat, spiegelt der gegenwärtige, vierte Teil der Serie auch den IST-Stand des Baumhausbaus wider.

Bei der Dachform wollte ich nicht den Satteldachweg gehen und habe mir eine Konstruktion überlegt, die eher einem Walmdach nahekommt. Vielleicht gibt’s auch eine fachmännischere Bezeichnung. Vielleicht auch nicht.

Die Idee war, dass einer der vier Stütztpfosten höher sein sollte als die anderen drei. Von diesen sollte dann jeweils ein Rundholz zum höheren Pfosten gehen. Dadurch entstehen zunächst zwei Dreiecksflächen, deren Spitzen am vierten Pfosten zusammenlaufen.

Der Bauer und das Baumhaus.

Nachdem ich kurz über dieses Prinzip nachgedacht hatte, war klar, dass ich länger darüber nachdenken werde müssen. Das habe ich dann auch vier Tage oder so gemacht. Nachdem ich die Lösungen für die konstruktionsbedingten Probleme (z.B. wie die Rundhölzer an den Pfosten befestigt werden sollten) in Gedanken erarbeitet hatte – diesmal hatte ich mir sogar zusätzlich noch einige Skizzen gemacht – ging’s dann an’s Umsetzen.

Dachskizze_grob Dachskizze_vier Dachskizze_Details

Eine konzeptionelle Änderung war, dass ich zwischen den beiden großen Dreicksflächen noch eine dritte eingezogen habe. Bei dieser ist die Spitze unten – sie soll die Dachfläche optisch „auflockern“.

Dachkonstruktion Außenansicht

Das Anbringen der vier tragenden Rundhölzer ging relativ zügig. Das kleinste der drei Dreiecke war – trotz der nötigen vielen Zuschnitte – auch relativ schnell gedeckt. Beim Arbeiten an der Spitze, d.h. am vierten Pfosten, wurde mir dann klar, dass es mehr bzw. größere Probleme gab, als ursprünglich angenommen.

Jump!

Quasi als Übersprungsreaktion habe ich dann die beiden größeren Flächen ‚von unten rauf‘ gedeckt, d.h. beginnend mit den längeren Brettern. Die Erkenntnis war nämlich, dass ich das Problem an der Spitze erst im Zusammenspiel aller Flächen lösen könnte.

Stemmarbeiten am Standpfosten, damit die Dachbretter sauber aufliegen können.

Wärend ich auf der ersten großen Seite zunächst die Bretter noch ziemlich ‚weit rauf‘ auf dem äußeren tragenden Rundholz festgeschraubt habe, habe ich zum Ende hin wiederum festgestellt, dass dadurch zu viel Verwindung in die Bretter kam – es entstand keine Fläche, sondern ein „Sattel“.

Fast fertig gedecktes Dach + Dachkonstruktion von unten

Also habe ich die oberen Bretter wieder gelöst und eine Latte von unten gegen die unteren Bretter der Dachseite geschraubt. Die oberen Bretter habe ich dann nicht an’s Rundholz, sondern an diesem Brett befestigt. So entstand eine Fläche, vorgegeben von den unteren Brettern. In den dadurch entstandenen Zwischenraum zwischen Dachbrettern und äußerem Rundholz habe ich dann einen langen Keil eingeschnitten, damit die Bretter dort trotzdem direkt auf der tragenden Konstruktion aufliegen können.

Die von unten angeschraubte Latte.

Diese Konstruktionserkenntnis habe ich auf der anderen Seite von vornerein umgesetzt, was gut funktioniert hat. Und damit die Latte mit dem von der anderen Seite kommenden Rundholz wiederum eine Ebene bildet, habe ich die Latte in’s Rundholz mit dem Stemmeisen eingelassen.

Die angeschraubte Latte ist in den oberen Balken eingelassen.

Wegen der großen Spannweite in den großen Flächen, habe ich von unten noch Stützhölzer angeschraubt, die ich im nächsten Schritt gegen die Querriegel keilen werde. Dadurch werden die längsten Bretter der Dachflächen weniger durchhängen und noch mehr Last tragen können. Und das ist wegen den zu erwartenden Schnemassen im Winter sicherlich nicht falsch.

Weitere Versteifungen.

Dass bereits die jetzige Konstruktion schwere Lasten trägt, hat mein Nachbar beim Beschneiden der Dachkanten mit der Akkuhandkreissäge getestet, indem er für die Beschneidung auf’s Dach gekrabbelt ist. Da war ich unnötigerweise auffangbereit gestanden. 😉

Fachmännisches Ablängen der Dachbretter.

Als nächstes kommt, wie gesagt, das Verkeilen mit den Querriegeln. Danach wahrscheinlich das Anbringen der Dachpappe und Abschlussleisten.

Dachkonstruktion von unten.

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