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Baumhausbau zum Mitfiebern – Teil 7 – Alles hat vier Wände, nur…

Sogar mein hat vier, und nicht zwei oder fünf, . Das war recht praktisch, weil auf jahrtausende bewährte Bautechniken zurückgegriffen werden konnte. 😉

Bevor das Wändebrettern aber losgehen konnte, musste erstmal wieder Bauholz besorgt werden. Für die Facade an drei Seiten des Hauses hatte ich mir überlegt, dass ich roh geschnittene Bretter, Bretter mit Borge bzw. ungesäumt, verwenden wollte. Das sollte für einen rustikalen, baumhausmäßgen Look sorgen.

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Diese Wände bestehen aus zwei Lagen Holz (Überlappende Unterbretter und Deckbretter). Wegen der Überlappung wird mehr Material benötigt, als wenn man besäumte Bretter aneinander stoßen würde. Und es macht mehr Arbeit – aber die reduzierte Zielorientierung war mein Helfer schon von mir gewohnt – bei mir ist der Weg das Ziel, man will ja schließlich was lernen.

Die Bretter sollten der Höhe nach montiert werden und über beide Stockwerke gehen. Die dafür nötige Länge und die an der Kante zum Dach oft nötigen maßgeschneiderten Ausschnitte (wegen der Dachkonstruktion und -verstärkungen) machten den Wändebau zu einer herausfordernden Arbeit. Aber einer Arbeit, bei der man schnell Fortschritte erkennen konnnte. Und nicht wieder eine dieser Tätigkeiten, wo viel Zentimeter- (um nicht zu sagen Millimeter-) arbeit geleistet wird, die man dann im Endergebnis gar nicht so sieht bzw. bewusst wahrnimmt. (Aber: die Summe ist mehr als seine Teile – der Gesamteindruck zählt.)

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Weil die konstruktiven Rundhölzer nicht an allen Stellen ein sauberes Anschrauben der Wandbretter erlauben, wurden an einigen Querhölzern dickere Bretter aufgeschraubt, an denen dann die Wandbretter festgeschraubt wurden. Diese Bretter ergeben im Innenraum zugleich praktische Abglagemöglichkeiten.

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An Seiten mit längeren Überständen zwischen dem obersten Rundholz (an dem die Wandbretter befestigt werden konnten) und der darüberliegenden Dachschräge, wurden an der Dachunterseite ebenfalls dickere Leisten angebracht, um die überstehenden Wände sicher verschrauben zu können.

Die überlappenden Wandbretter wurden im Erdgeschoss (;-)) auch miteinander verschraubt, um auch dort, wo keine Querhölzer für eine Befestigung zur Verfügung standen eine gewisse Festigkeit und Verwindungssteife der Wandbretter zu erhalten.

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An einer der drei mit Rohhölzern verbretterten Seite geht die Wand nur auf die Höhe der Plattform – das ist Absicht, damit ich darunter mal bei Gelegenheit einer Querverbretterung – wie man sie beispielsweise aus Schweden kennt (eine sogenannte Stülpschalung) – ausprobieren kann.

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Auf der Seite, an der sich der Eingang zum Baumhaus befindet, wurden links vom Eingang drei 5 Zentimeter dicke Bohlen verbaut, auf die – ebenfalls in Ausbaustufe 2 – eine Kletterwand bzw. Klettergriffe angebracht werden. Von dort könnte man dann in den Eingang krackseln.

Weil mir die Ebenheit der auf Stoß verbauten Bohlen so gut gefallen hat, wurde der Rest der Seite ebenso angelegt. Weil’s aber nicht mit 5cm-Brügeln weitergehen sollte, wurden zwei Bretterschichten angebracht. Die untere 2, die Deckschicht 3 cm Dick – mit Überlappung – dicht.

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Mir gefällt diese Seite bei Weitem am Besten.

Beim Wändebau machten die oben bereits erwähnten vorzunehmenden Aussparungen die meiste Arbeit – sonst hätte man einfach nur ein Brett neben das andere schrauben können. Auch, dass die waldsäumigen Bretter wegen der groben Baumform sehr unregelmäßig waren und das beim Anbringen der Unterbretter für jedes Oberbrett zu berücksichtigen war, hat unser Baumhausbauerleben nicht einfacher gemacht.

Werkzeugchaos

Merke: Vermeide die Notwendigkeit individualisierter Zuschnitte.

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