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Baumhausbau zum Mitfiebern – Teil 9 – Wandschmierereien

Außenwand mit Leinölschicht

Weil ich heute den Boden noch mit eingelassen habe – damit er wenigstens ein bisschen winterstiefelresistent wird – und eingedenkt des inzwischen vergangenen Sommers, hier der wahrscheinlich vorletzte Teil meiner Blogserie zum Baumhausbau.

Ursprünglich wollte ich nicht mal die Außenwände irgendwie streichen, sondern das Holz einfach verwittern lassen.

Angefangen mit dem Aufstieg bin ich von dieser Vorgabe abgekommen. Da der Aufstieg doch recht strapaziert werden wird, habe ich mich dazu entschieden, ihn mit Grundierung und zweifachem Lasurauftrag widerstandsfähiger zu machen.

Das hat mir so gut gefallen, dass ich dann doch angefangen habe, auch die Wände zu streichen. Allerdings nicht mit Grundierung und Lasur (zu viel Fläche, zu viel Arbeit). Nach einiger Recherchearbeit habe ich mich zu durchgerungen.

Bis auf die Selbstentzündlichkeit ist mir Leinölfirnis sehr sympathisch. Der trocknet im Vergleich zum ‚einfachen‘ wesentlich schneller (Tage statt schlimmstenfalls Wochen). Durch den bislang geplanten jährlichen Nachstrich wird die Oberfläche immer besser. Das hat was.

Zunächst habe ich’s mit Terpentinersatz (Testbenzin) verdünnt, nicht 1:1 – was man Halböl nennt -, sondern mehr Öl als Lösungsmittel.

Das roch mir zu schlecht – daher bin ich dazu übergegangen, den Firnis nicht zu verdünnen, sondern zu erwärmen – bei 40° wird Leinölfirnis gut streichfähig und zieht gut ein. Man merkt tatsächlich einen Unterschied zum nicht erwärmten Öl. Ein wenig umständlich, aber mit einem mobilen Kocher praktikabel.

Eine Außenseiten fehlt mir noch – aber die stark dem Wetter ausgesetzten Seiten sind schon mal versorgt.

Damit das Öl besser einzieht, habe ich mit 40er bzw. 80er Papier vorgeschliffen. Das sieht gut aus und macht auch eine gute Oberfläche. Vielleicht mache ich ein Experiment und lasse die fehlende Seiten ungeschliffen.

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