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Sandpapieraufbewahrungsbox ala Paul Sellers

Angeregt durch die fünfteilige Serie „Dovetail Caddy“ von Paul Sellers und zu gegebenem Anlass, habe ich die letzten Tage versucht eine solche schwalbenschwanzverbundene Sandpapieraufbewahrungsbox nachzubasteln.

Das Fehlen einer Hobelbank wird bei solchen Arbeiten immer mehr zum Problem. Die Sägeböcke, die ich als Ersatz bislang verwendet habe, sind doch recht unpraktisch und verzögern die Arbeit

Auch das Arbeiten mit Holzverbundwerkstoffen – in diesem Fall mit ca. 8mm starken birkenfurnierten Multiplexplatten – scheint weniger für Handwerkzeuge geeignet zu sein. Ich denke, der , der die einzelnen Schichten verbindet, macht das Material unbequem hart. Für das Bearbeiten mit Elektrowerkzeugen ist solches Material bestimmt weit besser geeignet.

Vorgehen

Das Anreißen der Schwalbenschwänze habe ich nach Augenmaß gemacht. Wobei ich darauf geachtete habe, dass die Größe der Schwalben an Vorderseite und Rückwand gleich sind. Zum Übertragen habe ich einen Stechzirkel genommen, der sich immer mehr als nützliches Werkzeug erweist.

Die Zwischenräume von Schwalben und Zinken habe ich komplett ausgestemmt. Was prinzipiell recht gut funktioniert. Probleme – konkret das Ausfranzen an der Mittellinie der Zwischenräume – führe ich auf das verwendete Multiplex zurück.

Die beiden gestemmten Nuten, in die die Trennwand eingeführt wurde, waren recht leicht zu machen. So eine Multiplexplatte bietet mit ihren eingebauten Höhenlinien eine gute Orientierungshilfe. 😉

Zusammengeleimt habe ich die Verbindungen dann mit selbst hergestelltem flüssigem Knochenleim, der zwar für meine Nase unangenehm duftet – eigentlich stinkt – aber (für ein Naturprodukt) erstaunlich gut klebt. Man sollte das ‚für ein Naturprodukt‘ bei dieser Gelegenheit mal überdenken. Es gibt schließlich Glutinleimverbindungen, die schon tausende Jahre gehalten haben.

Eigentlich wollte ich die Seitenteile mit dem konkav ausarbeiten – das hat aber wohl wegen der Härte der Multiplexplatten – nicht gut funktioniert und so habe ich sie nur mit dem angeschrägt.

Die Ecken und die Kanten der Bodenplatte habe ich ebenfalls mit meinem neuen Hobel gerundet. Wobei die Schwalbenschwänze in Multiplex gerundet irgendwie nicht so toll aussehen, weil die Schichten der aufeinandertreffenden Teile in der Rundung kein irgendwie harmonisches Bild ergeben.

Zum Abschluss habe ich die Oberfläche mit einer selbstzusammengemischten Lasur behandelt:

  • 1 Teil ,
  • 2 Teile Leinölfirnis und
  • 1 Teil Terpentin.

Was ich gelernt habe

Mulitplex ist nicht schön zu bearbeiten (speziell mit dem ), weil’s ziemlich hart ist.

Es bricht auch leicht an den Kanten ein bzw. man schnell mal bis zur nächsten Schicht durchgehobelt.

Zum von Schwalbenschwänzen braucht man eine scharfe, feine Säge – damit klappt’s viel Besser. Aber: je besser die Ausstattung, desto schlechter die Ausrede, warum sie immer noch nicht spaltenfrei passen.

Gestemmte Nut in MPB ist gut.

stinkt zwar unanagenehm ist aber eigentlich recht praktisch, weil man’s leicht wieder abwischen kann (mit einem feuchten Lappen) und auch gut wieder von der Holzoberläche kriegt.

Das nötige Aufwärmen ist im heißen Wasserbad eine Nebenläufigkeit.

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