Skip to content

Babytrage. Selbstgemacht.

Den Grundhobel hatte ich gemacht, weil ich festgestellt hatte, dass es verdammt schwierig sein würde, die Nuten, die für diese nötig würden, ohne sauber hinzubekommen.

Mit der zur Verfügung stehenden Alternative, nämlich allein mit dem Stecheisen die Nut zu machen, hätte ich Probleme gehabt die Nut auf ihrer ganzen Länge auf dieselbe Tiefe zu bekommen.

Mit dem Grundhobel geht das natürlich viel einfacher. Auch wenn ich festgestellt habe, dass die Eiche, die ich für die Trage hergenommen habe, am Nutgrund ausbricht, d.h. es hat für mich keine glatte Fläche gegeben. Zusätzlich musste ich mich in kleinen Schritten (vielleicht mm-Weise) tiefer arbeiten. Sonst war es ziemlich mühvoll, das Material wegzubekommen.

Grundhobel im Einsatz

Was ich gelernt habe.

Die Wahl von Eiche war also eine schlechte. Weicheres wäre von der Stabilität her auch ausreichend gewesen, aber einfacher zu verarbeiten.

Messen. Messen. Messen. Erstaunlich, wo und wie man sich überall vertun kann. Konkret hatte ich mich bei der Außenseite einer Nut um ca. 3 mm vertan – und schon ist alles ein wenig schräg und passt nicht mehr so, wie’s soll.

Proben. Proben. Proben. Zumindest vor dem Verleimen – aber am besten immer wieder mal – sollte man alles zusammenhalten bzw. -zwingen um zu sehen, ob’s noch passt. Auch hier vertut man sich verdammt schnell. Und wenn dann der auf einem Teil schon aufgetragen ist und die Klemmen schon anliegen, ist das Beheben eines Fehlers eine unangenehme Sache, die Eile erfordert.

IMG_0073

Konkret war ich grad so schön dabei, Ecken zu runden. Beim Wiedermalproben habe ich dann festgestellt, dass ich zu viele Kanten gerundet hatte, so dass meine Federn nicht mehr in den Nuten gehalten hätten. Gut, dass ich das noch im trockenen Zustand gemerkt habe und nicht erst, als der Leim schon aufgetragen war. So konnte ich ‚einfach‘ die entsprechenden Kanten wieder eckig hobeln. Dadurch ist die Trage zwar schmaler geworden – aber besser das als nachher die Notwendigkeit Schrauben zu verwenden, die ich in diesem Projekt eigentlich nicht vorgesehen hatte.

Das Ausbrechen am Grund hätte ich im Nachhinein sicherlich verhindern können, wenn ich mit dem Stecheisen die Seiten vorher sauberer – und bis zur Tiefe des Grundhobels – abgetrennt hätte.

IMG_0074

Auch sollte man auf die Holzfeuchte achten. Wenn sich die zu stark ändert, gibt’s Wölbungen entlang der Längsachse. Und wenn man diese Wölbung beim Klemmen missachtet, gibt’s einen Riss. Und diesen Riss muss man dann . Alles Erfahrungssache. 🙁

Apropos Kleben: Glutinleim ist Klasse. Bislang habe ich nur mit Knochenleim bzw. dem Titebond Hide Glue geklebt – aber beides klappte gut. Super praktisch ist, dass man Leimreste einfach mit einem heißen feuchten Lappen wegwischen (naja, schruppen) kann. Und auf kleinen Resten das Oberflächenfinisch trotzdem gut hält. Für meinen Bedarf zumindest ‚gut genug‘.

Diese Tage werde ich für das Wiederzusammenleimen von Stühlen mal Hautleim anrühren und damit experimentieren. Vielleicht duftet der weniger streng als der . Aber auch da habe ich mich inzwischen dran gewöhnt – zumindest hebt’s mich nicht mehr, wenn ich den Deckel aufmache.

Design und Verwendung

Die Trage basiert übrigens auf einem Design von .

Primär wird die Trage zum Babytragen Verwendung finden – beispielhaft an einer von Emmas Puppen:

IMG_0098

Auch größere Einzelkinder

IMG_0094

oder zwei Kinder gleichzeitig können damit komfortabel transportiert werden:

IMG_0095

D.h. den Stabilitätstest hat das Teil bestanden.

Schließlich kann man die Trage auch als Bier-/Wasser-/Saft-/Limotrage hernehmen (die Grillsaison hat ja bereits wieder begonnen):

IMG_0083

Auch als Aufbewahrungsort fürs Kubb-Zubehör lässt sie sich verwenden:

IMG_0461

Oder, wenn’s unbedingt sein muss, als :

IMG_0111

Post a Comment

Your email is never published nor shared. Required fields are marked *