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Make! Siebdruck ist gar nicht so schwer. Eine Einleitung…

Seit gut 15 Jahren lasse ich T-Shirts mit eigenen Motiven bedrucken. Angefangen habe ich sogar mit selbst bemalten Shirts. Den Spott habe ich einfach überhöhrt.

Foto-, Flex-, und Flockdruck. Alles schon ausprobiert. Die kleine Druckerei, bei der ich meine Shirts in Auftrag gegeben habe, hat mir sogar Motive gedruckt, die wegen ihrer Feinheit von größeren Druckereien abgelehnt worden wären. Das Entgittern (beim Flexdruck) ist bei filigranen Motiven normalerweise zu aufwendig.

Und genau das war mein Problem: die Abhängigkeit von dem, was eine Druckerei überhaupt druckt. Siebdruck wäre da eine Lösung gewesen, denn hier kann jedes Motiv (also fast beliebig fein) gedruckt werden. Aber es entstehen relativ hohe Fixkosten, die den in einer Druckerei erst ab größeren Stückzahlen rentabel machen (so ab 25 oder 50 Shirts). Solche Stückzahlen habe ich aber noch nie benötigt. 😉

Bliebe das Selbersiebdrucken. Der scheinbar komplexe Vorgang hat mich aber immer abgeschreckt. Die umfangreichen Utensilien (Sieb, Alurahmen, Rakel, Belichtungseinrichtung, Druckkarussell>>, Farbe) und der doch spezielle Arbeitsplatz (komplett abdunkelbar, Gelblicht, Fließendwasser) taten ihren Rest.

Zufällig bin ich vor einiger Zeit bei auf einen Clip gestoßen, der den Eindruck erweckt, Siebdruck könnte man auch als weniger hohe Wissenschaft betreiben: (DiResta: Simple Silkscreen) (Dieser Clip ist auch ein guter 6-Minuten-Einstieg, wenn man als geneigter Leser dieses Beitrags noch gar nicht weiß, um was es hier (rein oberflächlich) eigentlich geht). Den Rahmen kann man selbst (aus Holz – es muss nicht Alu sein) machen (was mein anderes – auf angenehme Art mit einbeziehen würde), ein Kellerraum kann als Dunkelkammer dienen, Gelblicht (beim Arbeiten mit dem unbelichteten Sieb) braucht man nur bei höheren Ansprüchen an den Detailierungsgrad des Motivs. Fließendwasser bekommt man in der Dusche.

Coole Sache. Nach einigen weiteren amerikanischen , war ich davon überzeugt, dass Siebdruck bei mir im Keller und in der Garage (und in der Duschkabine) machbar wäre. Dann habe ich zu aus dem deutschsprachigen Raum gewechselt. Ein Fehler. Ernüchterung.

Erstaunlich. Bei uns Deutschen ist alles gleich wieder richtig kompliziert, ingenieursmäßig perfektionistisch. Nicht so leicht machbar. Abschreckend. Die Amis mit ihren Hau-Ruck, 80-Prozent-ist-gut-genug-Lösungen machen den Einstieg – das sich überhaupt Trauen – für einen Anfänger wesentlich zugänglicher. „Mach doch mal, dann sehen wir schon.“ Besser werden kann man immer noch. Bei uns Deutschen muss alles von Beginn an Perfekt sein (bzw. werden können) – Startersets für 170€. Sicher?

Klar – es gibt einige gute prominente deutschsprachige Tutorials. Von Siebdruckzubehörversendern. Beruhigend wirkten da die eher untergrundigen, weniger prominenten Clips, die ebenfalls zu finden sind. Wo man sieht, dass man auch mit einem nicht winkligen selbstgeschreinerten Holzrahmen drucken kann: Mund.Werk – How to Siebdruck! Siebdruck selber machen Teil 1: Herstellen des Siebs

Bei dieser Recherche ist natürlich eine Playlist entstanden: Make – Siebdruck

Soviel zu Motivation und Geschichte…

{ 1 } Trackback

  1. […] der Erdung aus dem deutschsprachigen Raum (siehe Teil 1: Make! Siebdruck ist gar nicht so schwer. Eine Einleitung…), war ich dermaßen motiviert und angespornt, dass ich mich an das Zusammenstellen einer möglichst […]

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