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Wenn ein Werkzeuggriff her muss: selbst machen!

Neulich habe ich mir eine 6mm # zugelegt. Ohne , nur das Eisen – weil, wie ich bei +Alan Lacer gelesen habe (Forgotten Handles), ein Drechsler, der sich ein Werkzeug mit Griff zulegt, ist wie Käse in die Schweiz schmuggeln (oder so).

Die neue Drechsel-Herausforderung bestand im des relativ langen Lochs (7cm) (#) für die Aufnahme des Eisens in die Mitte des Griffs und möglichst axial.

Von +Brendan Stemp hatte ich dazu vor einiger Zeit einen Clip gesehen (Drilling Deep Holes on the Lathe). Meine Drechselbank bietet jedoch nicht die Möglichkeiten einer vollausgestatteten ambitionierter-Amateuer-Bank. Es gibt kein Spannfutter, in das ich das Werkstück am Spindelkasten fixieren und dann mit einem Bohrer am einbohren könnte. Meine Möglichkeiten beschränken sich darauf, ein in die einzusetzen (seitdem ich weiß, dass es sie gibt, bin ich total von Morsekegeln begeistert ;-)) und das Werkstück dann freihändig, aber mit Hilfe des Reiststocks in den Bohrer zu drücken. Zusätzlich kommt die Längenbeschränkung hinzu, die mir das sehr kurze Bankbett auferlegt. Ohne Bohrer sind da ca. 23cm möglich. Der Bohrer reduziert das nochmal. Deshalb habe ich zu Beginn den Bohrer möglichst tief ins Bohrfutter geschoben. Und nach und nach rausgezogen um so ein immer tieferes Loch hinzubekommen.

Aber insgesamt hat das sehr gut funktionert.

Meine mitdrehende Körnerspitze von Axminster (Evolution) ermöglicht noch ein alternatives Vorgehen: sie hat eine Mittenbohrung, so dass man von hinten (d.h. von ganz rechts an der Drechselbank) einen Bohrer einführen könnte. (Man kann sich das in Turning the Colwin Way …Long Hole Boring ansehen.) Allerdings muss der ziemlich lang sein. So 20 oder 30 cm. Ich hätte sogar einen solchen Bohrer gehabt. Allerdings war der 8mm und ich hätte 6mm gebraucht. Auf diesem Weg hätte man wieder einige Zentimeter für die Länge des Werkstücks gewonnen. Und die Bohrung ist fast notgedrungen axial (außer, der Bohrer ‚verläuft‘ im Faserverlauf des Hinrholzes, in das man ja bohrt).

Noch vor dem Bohren des Lochs habe ich allerdings die angebracht. Die habe ich einfach aus einem ca. 2 cm langen Eisenrohrstück (Kupfer wäre schöner gewesen – war aber nicht zu finden) mit 2cm Innendurchmesser gefertigt. Mit geschliffener Außenseite macht die sich jetzt ganz gut. Der empfohlene Innendurchmesser (nach ) berechnet sich aus: Durchmesser der Angel + 5mm (zu beiden Seiten): 6mm Langholzeisen + 1cm = 2cm (man muss das praktisch sehen).

Ach ja – der Griff ist aus einem Stück , das von einem #Gobrettbau vor zig Jahren übrig geblieben war. Geschliffen habe ich bis 180. Mit einem (Bienen und Carnauba)/Terpentin/-Gemisch wurde die Oberfläche behandelt (gleich beim Schleifen).

Sowohl Zwinge, als auch das Eisen selbst wurden mit einem Zwei-Komponenten- (Uhu ) eingeklebt. Zur Beschleunigung des Abbindevorgangs und um eine höhere Endfestigkeit zu erhalten (habe ich mal in einem Bastelforum gelesen), lege ich die verklebten Teile jetzt immer auf den Ofen (zu dieser Jahreszeit bietet sich das als Wärmequelle an). Was ich da im Sommer mache, weiß ich noch nicht…

…bestimmt werden’s aber ein paar mehr Griffe. (Und Kendama.)

{ 1 } Trackback

  1. […] teilen darf – dann muss man von Hand mit einem Stechbeitel und Sandpapier nacharbeiten). Bei Bohrungen (z.B. für meinen Werkzeuggriff) musste ich immer das Werkstück in der Hand halten, damit der Bohrer im Bohrfutter in der Spindel […]

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