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Spannen ohne Futter: Verklemmung erwünscht!

Das an meiner für Holzarbeiten modifizierten ist für Metallarbeiten ausgelegt. D.h. es ist ein Dreibackenfutter – die einzelnen Backen sind in der Form eines ca. 90°-Keils (und schon ziemlich runtergearbeitet). Die Spannbackenhöhe (über dem ) beträgt ca. 3 cm. Ich habe damit ganz zu Beginn meiner Drechsellaufbahn (also vor drei Monaten) mal eine Dose gedrechselt. Das hat irgendwie funktioniert, aber der Deckel ist mir dabei tatsächlich um die Ohren geflogen und dabei zu Bruch gegangen.

3-Backen-Spannfutter in Aktion

Zwischenzeitlich habe ich ausschließlich zwischen den Spitzen gedrechselt – was auch klappt, aber man muss sich bei einigen Aufgaben schon ganz schön verbiegen oder Abstriche machen:

Zwischen den Spitzen

Bei Kreiseln bekommt man die Spitze nicht sauber hin (weil man das Werkstück nicht einfach so an der Spitze teilen darf – dann muss man von Hand mit einem Stechbeitel und Sandpapier nacharbeiten).
Bei Bohrungen (z.B. für meinen Werkzeuggriff) musste ich immer das Werkstück in der Hand halten, damit der Bohrer im Bohrfutter in der befestigt werden kann.

freies Drehen

All das ist jetzt vorbei, denn auf der Suche nach alternativen Spannmöglichkeiten bin ich auf die Möglichkeit gestoßen, das Werkstück direkt in den des Spindelstocks einzutreiben. Dafür ist das Spannfutter komplett abzunehmen.

Bei meinen Recherchen bin ich auch auf das Faktoid gestoßen, dass es das 4-Backen-Futter wohl erst seit 1990 gibt. Was das genau bedeutet – dass vorher 3-Backen-Futter (aber dennoch andere als bei der Metallbearbeitung) oder ganz andere Klemmmechanismen verwendet wurden – weiß ich nicht…

Der zwischen den Spitzen gedrechselte Zapfen

Damit man das Werkstück direkt in die Spindel einsetzen kann, wird am Werkstück ein in Form des entsprechenden Morsekegels gedrechselt. Das ganze Werkstück wird dann in die Spindel geschlagen. Ein von 3-4 cm Länge reichte bisher aus. lege ich trotzdem immer an.

Eine hole Eiform (für eine Rassel)

Natürlich gehen dadurch ca. 5 cm vom verloren. Aber besser als gar keine Spannmöglichkeit fürs mit einem freien Ende zu haben.

Langlochbohren mit eingeschlagenem Werkstück

Wenn das Werkstück nicht oder nicht mehr im befestigt werden kann – zum Beispiel, wenn ein Werkstück umgedreht werden muss um beispielsweise seine Unterseite zu bearbeiten oder wenn einfach zu wenig Holz da ist – kann ich das mit einem (jam chuck) oder einem ( – wie ihn Lyle Jamieson auch fürs Schüsseldrechseln lanciert.) in den Griff bekommen (alles über den Morsekegel befestigt). Außerdem kann ich das Spindelende als feste nehmen.

Ein zum Schleifen eingeklemmtes Werkstück (eine Rassel)

Bin gespannt, wie weit ich ohne Spannfutter komme…

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