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Kaffeebohne mit Bambus in Epoxid – oder: gedrechselter Kaffeelöffel mit Tamper

Bereits vor einiger Zeit ist unser bei unserem Plastikkaffeelöffel der Löffel abgebrochen. Aus dem war wohl der letzte Rest Weichmacher entwichen. Übrig blieb ein (so heißt das flache Teil, mit dem man das Kaffeepulver in den Siebträger drückt). Irgendwoher kam dann wieder ein Löffel. Also mussten zwei Werkzeuge gebraucht werden, um den in geeigneter Verdichtung ins Sieb zu bekommen.

Ich fand das unpraktisch – daher kam die Idee, ein einteiliges Werkzeug selbst herzustellen. Und was liegt, wenn man die vielen Rundungen betrachtet, näher, als das Ding zu .

Auf youtube und bei den üblichen Verdächtigen fand ich auch Anleitungen zum Drechseln von Kaffeelöffeln: Turned Coffee Scoop mit Mike Peace unter Verwendung eines „Donut Chucks“ (ich würde das als Kragenfutter übersetzen) oder Wooden Spoon mit Carl Jacobson und einem „Jam “ () oder Maple Scoop with Lyle Jamieson unter Verwendung eines Klemmfutters und super-hi-tech-Aushöhllaser. Bei allen drei Lösungen wird der Löffel aus einem Stück .

Mit allen drei Anleitungen hatte ich aber ein Problem: ich wollte ja nur einen Löffel machen – die Anfertigung des entsprechenden Futters hätte aber wohl schon einige Zeit beansprucht – Zeit, die ich (noch) nicht aufbringen wollte.

Also musste eine andere Spannlösung her. Fündig geworden bin ich schließlich bei Traditional Turned Wood Coffee Scoop, ebenfalls von . Die Idee: die Löffelschale und der Griff werden separat gedrechselt und dann verbunden.

Das Anbringen des zusätzlichen Tampers stellt dann kein Problem mehr da.

Für den Tamper habe ich mir was besonderes ausgedacht: Er sollte nicht aus Holz, sondern einem Rest von in Bambushalmen Epoxid-gegossenen Kaffeebohnen bestehen.

Angefangen habe ich aber mit der Schale aus Ahorn. Befestigt habe ich das Werkstück in einem Eichenkörper mit 30mm Bohrung (eigentlich ist das ein Einschlagfutter – nur nicht aus Metall):

Nachdem ich die Schaleninnenseite ausgehölt hatte, habe ich aus dem Rest ein Klemmfutter gedrechselt und die Schale umgedreht, um so ihre Außenseite bearbeiten zu können:

Das war mein erstes Klemmfutter!

Der Clou kommt jetzt: das Reststück aus Kaffeebohnen und Bambushalmen und -stücken. Aufgeklebt auf einen Holzrest, der wiederum auf der Planscheibe aufgeschraubt ist.

Den Griff habe ich aus gemacht. Im Bild links ist das Ende, an das der Tamper geklebt wird. Hier wurde ein 18mm Zapfen vorgesehen. Der Zapfen rechts, an den die Schüssel angebracht wird, ist 6mm (im Bild noch nicht fertig).

Zusammengefügt mit dem Griff sieht das dann schon ganz nett aus:

Für die Verbindung von Griff und Schüssel habe ich – wie Mike Peace – kein verstecktes Zapfenloch mühsam ausgearbeitet, sondern einfach die Schalenwand durchbohrt. Dass das Griffende in die Schale ragt wird – durch die schöne Abrundung – so zum Feature.

Zumindest funktioniert der mit Tamper aus Ahorn, Zwetschge und -Kaffeebohne-Epoxid – laut Anwenderaussage – ‚gut‘.

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